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Mehr als Laufen – das Magazin zur Leichtathletik-WM 2009 in Berlin

4,7,10: Ein Erfolg- auch ohne Medaillen

Jeder Wettkampf hat sein Gutes – und wenn es nur die Erfahrungen sind: Beim Finale im Stabhochsprung verpassten die deutschen Frauen zwar die Siegertreppe. Doch der DLV kann dennoch eine positive Bilanz ziehen.

Von Insa Winter und Marc Röhlig

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Schon wieder guter Dinge: Stabhochspringerin Silke Spiegelburg am Dienstagmorgen, Fotos: Marc Röhlig

Die Enttäuschung war Silke Spiegelburg auch am Tag nach dem Stabhochsprungfinale noch anzusehen. Aber “mittlerweile bin ich wieder munter und kann auch wieder lächeln”, sagte sie am Dienstagmorgen auf der DLV-Pressekonferenz. Nachdem die Favoritin Elena Isinbaeva (Russland) überraschend mit keinem gültigen Versuch ausschied, sei die Enttäuschung fast noch größer gewesen, so Spiegelburg. Denn sonst wäre sie Fünfte geworden und “vielleicht hätte man das dann halt noch besser wegstecken können”, vermutet die beste deutsche Stabhochspringerin. Wehmut über ihren missglückten Sprung über die 4,75 Meter sei aber immer noch dabei, weil “es so knapp war”. Teamkollegin Kristina Gadschiew war “nur saufroh, im Finale dabei gewesen zu sein.” Über ihren 10. Platz könne sie sich nicht beklagen. Für Anja Battke lief es nicht so gut. “Ich hab nur meine Anfangshöhe geschafft und im Training bin ich schon deutlich höher gesprungen”, sagte sie. Im Wettkampf habe sie gehofft, daran anknüpfen zu können.

Cheftrainer Rüdiger Harksen zog dennoch ein positives Fazit zum dritten Wettkampfstag: “Auch wenn es gestern keine Medaille wurde, haben insbesondere unsere Stabhochspringerinnen mit den Plätzen 4, 7 und 10 ein ganz prima Mannschaftsergebnis geliefert.” Im Skispringen nenne man so etwas ein “riesen Mannschaftsergebnis”, verglich der Trainer. Er sei stolz, dass drei seiner Athletinnen unter den Top Ten der Welt seien.

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Läuferin Antje Möldner und Sprinterin Verena Sailer konnten auch ohne Medaillen Erfolge für das deutsche Team verbuchen. Möldner lief im 3000 Meter Hürdenlauf mit 9:18.54 deutschen Rekord und landete auf Platz neun. Verena Sailer schaffte es beim 100 Meter Sprint zwar nicht ins Finale, belegt aber den 11. Platz und ist damit schnellste weiße Läuferin der Welt und zudem schnellste Europäerin.

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