mehralslaufen
Mehr als Laufen – das Magazin zur Leichtathletik-WM 2009 in Berlin

Betty Heidler schwingt den Hammer

Da ihr fliegendes Sportgerät so gefährlich ist, wird Betty Heidler beim Hammerwurf immer hinter Zäune gesperrt und muss bei großen Meisterschaften am Rande antreten. Deutschlands beste Hammerwerferin freut sich trotzdem auf die WM in Berlin. Als Weltmeisterin wird sie ihren Titel verteidigen– in ihrer Heimatstadt.

Betty Heidler, Hammerwerferin

Geburtstag: 14. Oktober 1983

Geburtsort: Berlin

Beruf: Jurastudentin und Polizistin

Persönliche Bestleistung: 76,55 Meter (2006, Deutscher Rekord)

Schönstes Sporterlebnis: Gewinn der Goldmedaille bei der WM 2007 in Osaka

Interview: Jade-Yasmin Tänzler

Der Wettkampf findet in Berlin statt – ist das für Sie als gebürtige Berlinerin etwas Besonderes?

Dass wir die WM in Deutschland haben, ist was Besonderes. Aber dann auch noch in Berlin, meiner Heimatstadt, das ist besonders schön.

Sie müssen bei der WM den Titel verteidigen, hat das Auswirkungen auf Sie?

Ich fühle mich momentan eher als Gejagte, weil ich vorne stehe mit meinen Leistungen. Alle die hinter mir kommen, jagen mich natürlich. Aber von mir aus können die gerne hinten bleiben. Ich will nach vorne.

Was sagen Sie zu den immer wieder aufkommenden Doping-Vorwürfen?

Das ist nervig. Aber man muss da realistisch sein. Da wo Rekordleistungen erbracht werden, stehen Manipulationsversuchen Tür und Tor offen. Das passiert ja auch oft in bereichen, wo garkeiner hinkommt oder was mitbekommt. Beim Spitzensport ist das Risiko immer da.

Wie sieht die Vorbereitung für die WM bei Ihnen aus?

Das Training läuft genauso weiter wie vorher auch. Vielleicht sind die Inhalte ein bisschen anders, und es wird auch vermehrt Wert auf Erholung gelegt. Regeneration steht auf dem Programm, um die Konzentration auf den Wettkampf zu lenken. Das kann ich im Bundesleistungszentrum Kienbaum optimal machen. Hier habe ich die Ruhe, die ich brauche.

Was machen Sie vor dem Wettkampf?

Zum Auftakt laufe ich eine Runde um den Block, dehne mich, mache Rumpftraining. Dann mache ich einen kleinen Mittagsschlaf, trinke danach einen Kaffee und dann geht es ab ins Stadion.

Essen Sie als Berlinerin vor dem Wettkampf nochmal eine däftige Currywurst?

Grundlegend muss ich mich ausgewogen ernähren, nicht nur vor dem Wettkampf. Aber wenn ich so richtig Bock hab auf eine Currywurst, dann esse ich die auch.

Mehr über Betty Heidler auf ihrer Internetseite.

Kommentieren