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Mehr als Laufen – das Magazin zur Leichtathletik-WM 2009 in Berlin

Bartels stößt Deutschland in WM-Laune

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Bronze-Medaillen Gewinner Ralf Bartels war sein Triumph anzusehen.  “Ich fühle mich großartig”, gab Bartels zu. Der Kugelstoßer hatte gestern die erste Medaille für Deutschland geholt. Er bestätigte: Auch wenn hier oft von einer Hassliebe gesprochen würde, die Zusammenarbeit mit Trainer Gerald Bergmann sei für ihn das Wichtigste.

Den Sieg feiern konnte der Kugelstoßer noch nicht so richtig. Nach dem Wettkampf habe ihm jeder Knochen weh getan. Insgesamt stufte Bartels die Leistung der Kugelstoßer als sehr wichtig ein. Dieser Sieg sei schließlich ein Signal für die gesamte deutsche Mannschaft.

Eike Emrich vom DLV gestand bereits einige Enttäuschungen des ersten Tages ein, sprach aber dennoch von einem gelungenen Auftakt. Andre Höhne habe krankheitsbedingt keine ideale Vorbereitung gehabt. Glänzende Qualifikationen habe es aber beim Stabhochsprung der Frauen gegeben. Dringende Verbesserungsnotwendigkeiten sehe er beim 100 Meter Lauf. Dennoch fiebere die gesamte deutsche Mannschaft bei der WM mit.  Emrich: “Wir hatten gestern schon Tränen in den Augen.”

Der Kugelstoßer Peter Sack nannte seine Leistung eine unkontrollierte Unkontrolliertheit. Warum er bei der Qualifizierung scheiterte konnte er selbst nicht sagen: “Ich weiß nicht woran es gelegen hat.”

Antje Möldner, 3000 Meter Hindernisläuferin freute sich über ihren Heimvorteil und die Atmosphäre im Stadion. Die Stimmung habe sie über die letzten 300 Meter getragen. Mit Platz 8 wäre sie schon zufrieden fügte Möldner hinzu.

Das Schlusswort hatte Bartels: “Mein Ziel ist es eigentlich in London eine Olympia-Medaille zu holen.”  Die würde ihm in seiner Trophäensammlung noch fehlen.

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