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Mehr als Laufen – das Magazin zur Leichtathletik-WM 2009 in Berlin

Die zweite Chance des Andreas Krieger

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Andres Krieger klagt an: "Der Missbrauch von Dopingmitteln wird nicht aufgearbeitet, und er hört auch nicht auf" (Foto: Niklas Schenck)

Lange Zeit glaubt Heidi Krieger fest daran, dass Doping in der DDR nur in Einzelfällen vorgekommen sei. 1991, fünf Jahre nachdem sie Europameisterin im Kugelstoßen geworden war, bekommt sie ein Buch über das flächendeckende DDR-Doping geschenkt – und hält es für Propaganda.  “Ich wollte das nicht sehen”, sagt Krieger heute. Erst als sie sich zusehends unwohl in ihrem Frauenkörper fühlt und einen Arzt aufsucht, um sich über eine Geschlechtsumwandlung zu informieren, wird klar, dass sie Doping-Opfer ist.

Jahrelang hat sie männliche Hormone verabreicht bekommen – vor allem Oral-Turinabol. Seit 1997 ist Heidi Krieger nun Andreas Krieger, ein engagierter Kämpfer für die Rechte der Doping-Opfer, die sich im Doping-Opfer-Hilfe-Verein e.V. organisiert haben. 

Niklas Schenck erzählt Kriegers Geschichte für Mehr als Laufen:

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Wenn Sie sich für die Geschichte anderer Dopingopfer interessieren, klicken Sie hier.

4 Comments

  1. die slideshow ist ziemlich grossartig!

    bitte das nächste mal in besserer qualität kompremieren und etwas grösser ausspielen – in der grösse hier verliert die qualität. danke an den autor!

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