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Mehr als Laufen – das Magazin zur Leichtathletik-WM 2009 in Berlin

Live: Gehen der Frauen

Pünktlich zur Mittagszeit startet am Brandenburger Tor der Wettbewerb über 20 Kilometer Gehen der Frauen. Unter ihnen die Deutsche Sabine Krantz, die sich einen “Top Ten”-Platz erhofft. Wir berichten live.

Von Insa Winter, Aline Lutz und Marc Röhlig

12.10 Uhr. Bei bestem Kaiserwetter starten die Geherinnen am Brandenburger Tor. Links und rechts sind zwei Tribünen aufgebaut, halb besetzt mit Fans. Über den Blättern des Tiergartens erhebt sich am Rande die Glaskuppel des Reichstagsgebäudes. Als Favoritin gilt die Russin Vera Sokolova, auch die Deutsche Sabine Krantz lässt hoffen.

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12.16 Uhr. Die Ränge füllen sich langsam. Die Stimmung am Tor ist gut, aus den Lautsprechern wirbelt ein Remix von Lady Gaga durch die Luft. Die Geherinnen müssen insgesamt 20 Kilometer schaffen. Die Strecke führt in mehreren Runden Unter den Linden auf und ab. Start- und Zielpunkt sind der Pariser Platz am Brandenburger Tor.

12.29 Uhr. Immer wenn die Geherinnen am Brandenburger Tor ankommen, werden sie frenetisch gefeiert. Als Countdown wird Farin Urlaubs „Zehn“ gesungen – dann trampelt, klatscht und jubelt alles.

12.33 Uhr. André Höhne ist im Interview. Er bedankt sich bei den Fans für die Unterstützung, bedauert seinen 14. Platz beim Geher-Wettbewerb der Männer vom Vortag.

12.48 Uhr. Da geht nichts mehr: Die Potsdamerin Sabine Krantz muss aufgeben. Das Rennen geht ohne sie weiter. Zum Abschied wird Peter Fox gespielt, “Haus am See”, es gibt höflichen Jubel.

Fotogalerie: “Duell der Frauen am Brandenburger Tor”. Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

13.05 Uhr. Andere bestimmen nun den Wettbewerb. Es führt die Russin Olga Kaniskina und das mit Abstand. Hong Liu aus China und Olive Loughnane aus Irland komplettieren die Spitze.

13.08 Uhr. Über eine Stunde sind die Frauen nun schon unterwegs – bald dürften die ersten ins Ziel “gehen”. Der Sieg für Kaniskina scheint schon so gut wie sicher. Spannend wird das Duell zwischen Loughnane und Liu.

Zwei kleine Impressionen vom Platz; einmal das Brandenburger Tor, einmal die linke Tribüne.

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13.16 Uhr. Das Publikum wippt zu Shaggy. Das Wetter und die Musik sorgen für prima WM-Feeling. Die Fans sind bunt gemischt: Berliner, Touris aus aller Welt – besonders die Russen jubeln laut. Olga Kaniskina hat soeben zum letzten Mal das Brandenburger Tor passiert. Nur noch eine Runde trennt sie vom Sieg.

13.28 Uhr.  Olga Kaniskina kehrt ein letztes Mal zurück auf den den Pariser Platz. Der Applaus nimmt zu, der Countdown beginnt. Und tatsächlich: Kaniskina stürmt als Erste ins Ziel.

13.31 Uhr. Die Irin Loughnane kommt als Zweite an, Liu aus China ist Dritte. Die Erstplatzierte hüpft über den Platz, schultert die russische Flagge und freut sich sichtlich über den Erfolg. Und über eine nächste musikalische Hommage: Mit kräftigem Bass wird eine Polka gespielt.

So sehen Sieger aus: Die Gewinnerin über 20 Kilometer Gehen beim Zieleinlauf, Olga Kaniskina mit ihrer Streckenzeit 1:28:08

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13.47 Uhr. Die Stimmung bleibt gut. Die letzten Geherinnen werden mindestens genauso stark umjubelt wie die ersten. Mit Cristina Lopéz aus El Salvador geht der Wettbewerb zu Ende - sie kommt als letzte Athletin ins Ziel.

13.52 Uhr. Blumen für die Siegerinnen: Hong Lui hat ihren Platz auf dem Siegertreppchen bestiegen, zum Trommelwirbel von “Safri Duo” erklimmt auch Olive Loughnane das Treppchen.

13.53 Uhr. Was sonst? Tina Turner röhrt aus den Boxen: “Simply the Best”. Olga Kaniskina hüpft mit einem strahlenden Lächeln auf die oberste Stufe des Siegertreppchens. Heute Abend um 20:05 Uhr gibt es dann die offizielle Siegerehrung mit den heiß begehrten Medaillen.

13.56 Uhr. Die Russin kann ihren bisherigen Goldmedaillen von der WM in Osaka und Olympia 2008 in Peking nun eine weitere hinzufügen. Die Siegerin über ihren Erfolg: “Es ist eine große Ehre, hier in Berlin zu gewinnen und vor so einem tollen Publikum zu laufen. Die Premiere, in der Stadt zu laufen anstatt im Stadion, war keine Herausforderung. Ich konzentriere mich auf die Strecke – da ist es egal, wo sie langführt.”

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