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Mehr als Laufen – das Magazin zur Leichtathletik-WM 2009 in Berlin

Augen zu und durch – Trainieren im Schlaf

Der Heidelberger Sportwissenschaftler Daniel Erlacher erforscht, wie sich Bewegungen im Schlaf lernen lassen. Mit Doping hat das nichts zu tun. Wer lernt, im Traum zu merken, dass er träumt, kann sich neue Welten erschließen. Auch für Leichtathleten könnte diese Fähigkeit zum “luziden Träumen” künftig Gold wert sein, wenn sie quasi über Nacht traumwandlerische Sicherheit beim Stabhochsprung erlangen oder die perfekte Technik im Kugelstoßen, vor allem aber eins: die nötige Nervenstärke, wenn es drauf ankommt.

Von Niklas Schenck

Herr Erlacher, sind Sie ein Traumtänzer?

Daniel Erlacher

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Was ist REM-Schlaf?

Von den unterschiedlichen Schlafphasen, die wir täglich erleben, sind für Schlafforscher vor allem jene schnellen Augenbewegungen interessant. Warum, erklärt Daniel Erlacher.

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Wissen, wenn wir träumen – der Wert luzider Träume

Jeder vierte hat es schon einmal erlebt: Er träumt und ist sich dessen bewusst. Jeder zehnte hat sogar häufiger solche “luziden Träume”, auch Klarträume genannt. Und noch mehr: Das Klarträumen kann man lernen. Zu den gängigsten Methoden zählt der Reality Check. Mehrmals am Tag soll man sich dabei fragen, ob man träumt oder wacht – solange, bis die Frage in Fleisch und Blut übergeht und auch im Schlaf weiter gestellt wird. Wenn dann lila Kühe durchs Bild fliegen, weiß man: Ich träume. Ab hier beginnt das Vergnügen, man kann nun die Kontrolle übernehmen.

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Und was soll das für Sportler bringen, Herr Erlacher?

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Wie schlafen die Leichathleten vor der Weltmeisterschaft?

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Die Heim-WM scheint auch schlaftechnisch günstig für die deutschen Athleten. Erlacher erklärt, wie sich die Sportler auf die Zeitverschiebung etwa beim Flug zu den olympischen Spielen nach Peking vorbereiten mussten. Seine Ratschläge gelten natürlich für unternehmungslustige Urlauber gleichermaßen:

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… und was hätten Sie von Ihnen lernen können?

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Warum arbeiten Sie mit so wenigen aktiven Sportlern zusammen?

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3 Comments

  1. Hallo,

    ich kenne ihre Mehtode seit Jahren, denn die Idee kommt aus USA…..
    Diese Methode ist bei Krebs angewendet und zwar während der “Kampfzeit” mit der Krankheit, wo der Betroffene intensiven Kontakt zu eigenen Körper bekommen soll.
    Hierzu kommt noch Visualisierung.

    Hier möchte ich hinzufügen, dass ich diese Methode persönlich mit kreativer Arbeit verbinde oder in den “Frustrationsphasen”. So kann man eigenes Potential steigern obwohl für den Außenstehenden es wie “Nichtstun” aussieht:-). Dann kommen meist die besten Ideen….und die Kraft wieder.

    viele Grüße

    Anna

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